Jan 29, 2009

#3: Marc Aschenbrenner

Freitag, 30. Januar 2009, 24:00 Uhr
BABYLON, Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, Großer Kinosaal
(Einritt frei | admission free)











»Im Guggaruz«, 2008 first release
»Kopffüßler«, 2006, 2 min
»Gulli«, 2005, 12 min
»Goldraum«, 2006, 8 min
»Cyans Tod«, 2006, 4 min
»Im Abri«, 2008, 8 min
»Zweite Sonne«, 2005, 7 min

(please scroll down for english version)

Auf verlassenen Planeten und verlorenen Posten, auf Umlaufbahnen rund ums Nichts: Die Kopffüßler und Schneemänner, die Rucksack- und Radmänner, die algigen, goldenen, schwitzenden Gestalten, die schneckenartigen, insektengleichen, engumwickelten Wesen aus dem Kosmos Marc Aschenbrenners bewegen sich in geschichtslosen Räumen. Sie sind einsam. Sie empfinden, aber nicht immer erkennt man Gefühle. Jeder Moment ist ein Zustand. Entweder sie kämpfen blind gegen die Gewalten an, die an ihnen zerren, oder sie ergeben sich den Elementen und schweben, schwimmen, sterben ganz in ihnen.

Und manchmal nur das Atmen als einziges Lebenszeichen und Ausdruck größter Verlassenheit. So wie ein Astronaut, der durch den Weltraum gleitet und nur noch das Ein und Aus seines Atems hört in der allumfassenden Stille.

Daniel Völzke
(english version)
On abandoned planets and lost posts, on orbits around nothing: the cephalopods and snowmen, the hikers and bikers, the algaed, golden, sweating figures, the snailish, insectlike, narrowly wound beings from the cosmos of Marc Aschenbrenner move in spaces devoid of history. They are isolated: they have sensation, but feelings are not always recognized. Each moment is a standstill. Either they are struggling blindly against the forces that tear at them, or they have surrendered to the elements, and float, swim, die in them. And sometimes they only breathe as a single sign of life and expression of the greatest desolation. Like an astronaut who floats through space and can only hear himself breathing in the comprehensive silence.

Daniel Völzke