Jan 1, 2010

#11: Mathilde ter Heijne

Freitag, 15. Januar 2010, 24:00
BABYLON, Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, Großer Kinosaal
(Einritt frei | admission free)



»Mathilde, Mathilde« 1999, 5 min
»Suicide Bomb« 2000, 5 min
»Fuck Patriarchy!« 2004, 10 min
»No Depression in Heaven« 2006, 4,5 min
»The Blessing of a Matriarchal House« 2007, 15 min
»Moon Rituals« 2008, 5 min
Die Psyche der Menschen, der Spannungsbogen des gegenseitigen Verstehens und Nicht-Verstehens sowie die Frage nach kulturellen Differenzen bestimmen die Arbeiten und das Denken der Niederländischen Künstlerin Mathilde ter Heijne (1969).

Einer ihrer Thema’s ist die Selbstaufopferung für die eigenen wie propagierten Ideale, für die Liebe oder für die eigene Nation. Distanziert und kompromisslos arbeitet sie an den Grenzen von gesellschaftlichem und individuellem Handeln und kulturellen Differenzen. So untersucht sie den Begriff und die Erwartung der Liebe in unterschiedlichen geographischen Weiten, die Integrationsversuche in unseren westlichen Breitengraden oder wie weit Dogmatismen in der Politik sich auf das individuelle Handeln auswirken.
Ter Heijne verknüpft Fiktion und Dokumentationsmaterial zu einer brüchigen Narration. Diese benutzt sie, um den Betrachter in ebenso instabile Realitäten zu involvieren. Die Kunst bietet hier die nötige Alltagsdistanz, die es ermöglicht, die Konfrontation aufrecht zu erhalten. (Heike Munder)